Die Männer - eine seltsame Rasse!


Das ist jetzt zwar ein Beitrag, der sich mehr um mich als Hundebesitzerin dreht als um meinen Hund, aber ich hoffe ihr nehmt mir das nicht übel, denn ich muss mir das jetzt mal von der Seele schreiben. Außerdem bin ich ja wohl hoffentlich nicht die einzige Hundehalterin der's da so geht.

Ich bin ja mit meinen 23 Jahren eine noch relativ junge Hundebesitzerin (was besonderes halt ;P). Man könnte meinen, das wäre kein Problem für die Männerwelt, aber anscheinend denk ich da falsch.

Wenn ich jemanden kennen lerne und irgendwann erzähle ich von MEINEM Hund, dann kommt von den Mädls meistens der Ausruf: "Süüüüüß!", sie wollen Bilder sehen und dann ist's gut und man wird auch so gut wie immer akzeptiert wie man ist. Auch gewisse freizeit-technische Einschränkungen, die ich durch den Hund habe werden berücksichtigt oder zumindest geduldet.

Die Jungs sind meist verwundert bis schockiert: 'Der gehört schon deinen Eltern, oder?'. Wenn ich das verneine und dann Frage ob das denn ein Problem sei,  heißt es erstmal "Nein".

Das ist wohl ganz normal, denn ein gewöhnlicher Mann im Alter zwischen 23 & 28 hat sich wohl noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht was es heißt für einen Hund (oder überhaupt ein Haustier) verantwortlich zu sein. Dieses "Nein" entstammt also der puren Ahnungslosigkeit und ist somit nicht ernst zu nehmen (Warum frage ich überhaupt noch? Ist vermutlich Reflex..). Man kann es ihnen also nicht mal wirklich übel nehmen. Sie sind halt einfach Männer.

Wenn man sich dann weiterhin trifft ist es wohl auch selbstverständlich, dass das ausschließlich ohne Hund passiert. Ich  bin auf jeden Fall noch fast NIE von einem Kerl gefragt worden ob wir mal gemeinsam spazieren gehen oder einfach mit Hund irgendetwas unternehmen. 
Manchmal habe ich das Gefühl mein Gegenüber hat dann einfach schon wieder vergessen, dass ich überhaupt einen habe, was ich dann natürlich auch zwangsweise als Desinteresse an meiner Person werte.
Nicht falsch verstehen, ich muss nicht immer meinen Hund dabei haben, aber ich will sie auch nicht immer Zuhause lassen müssen!

Geduldig wie ich bin sehe ich aber noch darüber hinweg. Ich hab schließlich immer noch Hoffnung, dass Besserung eintritt.

Auch auf einem DVD Abend bei Mr. X erscheine ich natürlich ohne Hund, is ja eh klar! Es wird später und dann kommt die beste Frage sowieso: "Willst net hier übernachten?"

Spätestens hier steht für mich fest - dieser Kerl muss einfach Alzheimer haben, so doof kann keiner sein! Wir erinnern uns,... mein Hund ist schon seit ein paar Stunden allein Zuhause und hat weder gefressen, noch hatte sie zwischendurch die Möglichkeit sich zu lösen. 
Wenn ich das dann erwähne, dann kommt die Antwort: "Das können doch deine Eltern machen!" 

Jungs... auch wenn Ihr's vielleicht nicht versteht, ein Hund ist ein Lebewesen! Der braucht Essen und Trinken und kann sich da leider nicht selbst helfen!

Mein Hund ist der wichtigste Teil meines Lebens und sie findet es jedes Mal total beschissen wenn ich sie alleine lasse. Wenn ich also schon so nett bin und Caydin mal ein paar Stunden lang für euch alleine lasse und sie somit auf den 2. Platz meiner Prioritätenliste setze, dann erwarte ich eigentlich auch, dass ihr das zu schätzen wisst! 

Ich bin ja gern Kompromissbereit, aber auf Dauer gibt's uns nur im Doppelpack!


~Men have come and gone, and being in love is great, but nothing will ever compare to the love I share with my dog.~






Unsere Erziehungsbaustellen - Caydin voll in Fahrt!


Eigentlich würde ich jetzt gern ein bisschen jammern, dass das 'Bleib' noch nicht so funktioniert wie ich mir das vorgestellt habe und auch das 'Sitz' und 'Platz' auf Distanz... aber mir wurde letztens gesagt, dass ich doch mal mit uns zufrieden sein soll und ich gebe mir Mühe. Außenstehende sagen mir immer, dass mein Hund für ihre 2 Jahre schon echt viel kann, aber irgendwie sehe ich, dass es immer irgendwo noch was zu tun gibt.

Also geb ich jetzt Alles und erwähne nur die wirklich schlimmen Baustellen, wie zum Beispiel das Bellen an der Haustür...
Ich schäme mich jedes mal zu Tode, wenn mein Hund wie eine gestörte zur Tür rennt, sobald es klingelt. Es ist einfach furchtbar, denn es ist ja nicht so als wüsste ich nicht wie man von Anfang an verhindert, dass sich ein Hund sowas angewöhnt. Mein Problem ist nur: Meine Eltern hören nicht auf mich!
Noch peinlicher ist, dass die Leute ja wissen, dass ich fast jedes Wochenende zur Hundeschule gehe und nichts desto trotz geht mein Hund an der Haustür & wenn jemand unser Grundstück betritt so ab, aber was soll ich sagen? Es ist jetzt nun mal so. Was aber nicht bedeutet, dass ich das noch länger so hinnehme!
Situation:
- Es klingelt *klingeling*
- Caydin bellt und rennt in den Flur
- Papa springt wie vom Floh gebissen auf, läuft an Caydin vorbei (oder stolpert über sie drüber, hatten wir alles schon :'D) in Richtung Haustür: "Komm Caydin, wir schauen mal wer da klingelt".

Was dann noch so passiert ist eigentlich total irrelevant, da er ja schon bevor er die Tür überhaupt geöffnet hat, alles versaut hat was man in dieser Situation versauen kann.


Das nächste Problemchen ist ihre unglaubliche Schreckhaftigkeit. Auch das ist nicht genetisch bedingt, sondern schlicht und ergreifend gut antrainiert und ratet mal wer schuld ist! Richtig! Meine Oma und meine Eltern, ... wärt ihr bestimmt nie drauf gekommen.
Situation die ich erst heute Morgen wieder mitbekommen hab:
- Objekt fällt runter *Schepper*
- Caydin kratzt sofort die Kurve
- Oma wird panisch: " Beruhig dich Caydin, das waren doch nur meine Medikamente"
- Caydin läuft zu Oma & wird natürlich sofort gestreichelt
Was lernt Caydin also? Alles was runterfällt und Lärm macht ist böse, weil die Oma ja in Panik ausbricht. Also lauf ich weg und die Streicheleinheiten im nachhinein bestätigen ja nochmal, dass ich richtig gehandelt hab! Prima Oma!


Was jetzt kein Weltuntergang ist, aber mich trotzdem nervt, weil ich das auch von Anfang an nicht gefördert habe. Ist die Tatsache, dass ich jetzt Zuhause quasi einen lebenden Staubsauger habe. Wenn sie die Küche betritt geht die Nase zum Boden und jeder Krümel wird beseitigt. Waaahhh!

Wisst ihr, manchmal überlege ich mir ob es nicht besser gewesen wäre sich erst einen Hund zu holen, wenn ich von daheim ausgezogen bin, aber im Endeffekt bin ich so froh, dass ich Caydin habe, dass es einfach kein Fehler gewesen sein kann. Auch wenn ich jetzt doppelt so viel Arbeit habe!




Es frisst! :)


Alle die den Blog verfolgen oder uns privat einigermaßen kennen, wissen ja bescheid, dass ich mit dem Fressverhalten meiner Maus so meine Probleme hab. Was bedeuten soll, wenn ich Glück hatte, hat sie mir einmal täglich ca. 200 -300 g gefressen und den Rest hat sie sehen lassen. Warum das so war weiß keiner. Sie ist weder krank noch verzogen ;). Jetzt gibt's mal Neuigkeiten.

Es ist echt der Wahnsinn, bisher hab ich mich noch nix sagen trauen, weil unser Glück meistens eher vergänglich ist, zumindest was Caydins Motivation zu fressen angeht, aber es sieht momentan tatsächlich so aus, als würden wir da mal ne Routine rein bringen. (Ich hoffe ich verschreie es jetzt nicht!)
Die letzten 2 Wochen hat sie jetzt wirklich 2 Mahlzeiten täglich (à 250 g) gefressen! Es ist so ein tolles Gefühl, wenn man neben seinem essenden Hund sitzt!
Ist das sehr krank? :D



(die mir jetzt bestimmt bald die Haare vom Kopf frisst ;) )

Hundeschule - Grundgehorsam oder doch mehr?


Bevor ich einen Hund hatte, hab ich mir immer gesagt, dass ich zufrieden bin wenn mein Hund dann Sitz, Platz & Bleib, also den üblichen Grundgehorsam einigermaßen verinnerlicht hat. Das war dann auch die Vorstellung die ich hatte als ich mit Caydin zur Hundeschule gegangen bin: 
Wir gehen mal ein Jahr und dann wird's schon passen, wird schon nicht so schlimm werden. Den Rest wollte ich dann Zuhause allein hinbekommen...

Dann waren wir also in der Hundeschule und von allen Seiten bekam man Lob dafür, dass man so einen Streberhund hat. Ein sehr großer Collie-Vorteil: Sie arbeiten einfach super gut und (meistens) auch gerne mit! Was uns Anfangs natürlich auch geholfen hat, war die Tatsache, dass die Züchterin schon gute Vorarbeit geleistet hatte. 

Besonders wichtig ist aber meiner Meinung nach die eigene Motivation, denn diese überträgt sich dann auch auf den Hund. Dieser merkt nämlich sehr wohl wenn man eigentlich so gar keinen Bock hat ihn zum X-ten Mal ins 'Sitz' zu befördern weil er mal wieder, ohne auf ein Abbruchsignal zu warten, aufgesprungen ist. 
Ich schweife ab, Entschuldigung! 

Wenn man also ständig gelobt wird, dann freut man sich natürlich ungemein und die Motivation steigt weiter. Plötzlich wird also nicht nur in der Hundestunde trainiert, sondern auch Zuhause. Man will ja auch weiterhin gelobt werden und den guten Ruf, vielleicht noch ausbauen. 

Desto mehr wir dann geübt haben, desto schneller haben sich dann auch die Trainingserfolge eingestellt... Sitz, Platz & Bleib, etc.  hat also irgendwann richtig gut funktioniert!
Anstatt, wie ursprünglich geplant, nach dem Grundgehorsam aufzuhören, gab's dann aber noch viele andere Dinge die gelernt werden konnten und da ich endlich mal in irgendwas gut war, hab ich weiter gemacht, eh klar! 
Während meiner Kindheit hab ich schon so viel probiert: Ballett, Leistungsturnen, Schwimmen, Volleyball, Gitarrenunterricht, etc. Entweder hab ich irgendwann den Spaß daran verloren, oder die Trainer waren nicht zufrieden mit mir. 
Und jetzt habe ich endlich das Gefühl, das gefunden zu haben was mich wirklich auf Dauer glücklich macht. Mein Hund und die Arbeit mit ihr!

Irgendwann sind wir die ganze Hundeschulstunde lang in der Freifolge gelaufen (ohne Leine). Dann kam die Distanzkontrolle und Caydin macht das alles sooo gut! Ich bin mega stolz auf mein süßes Dingeling. 

Bald sind wir noch ins Funtrail und Rally Obedience mit eingestiegen. Mehr darüber findet ihr oben im Menü unter 'Hundesport'!

Leider kann unsere Hundetrainerin (aka Züchterin) derzeit nur noch Einzelstunden anbieten, da das Feld auf dem der Hundeplatz war seit Ende letzten Jahres Bio-Land (und anscheinend sind Hunde ja nicht Bio...wtf!) ist. Wir sind also gerade echt Heimatlos!
Ich hoffe so sehr, dass sich bald wieder ein Hundeplatz auftut und somit wieder Gruppenstunden & RO möglich sind.

Ob man nun mit einem gefestigten Grundgehorsam zufrieden ist, oder nicht bleibt ja jedem selbst überlassen, aber ich empfehle jedem erstmal sich eine gute Hundeschule zu suchen. Denn was wäre die Welt ohne neue Herausforderungen?!
Das Training kann man ja jeder Zeit beenden.